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Trabocco Valle Grotte (San Vito)

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Der Trabocco, der seit Jahrhunderten für viele Generationen von Fischern ein Lebensunterhalt darstellte, ist heute eine Ikone unserer Region und insbesondere ein Symbol für die zentral-südliche Küste der Abruzzen, die "Costa dei Trabocchi" genannt wird. Im Laufe der Zeit hat sich aus einer effizienten und prosperierenden "Fischereimaschine" ein architektonisches Element entwickelt, das den ästhetischen und landschaftlichen Aspekt des Gebiets, in dem es "verankert" ist, einen besonderen Flair verliehen. In der Tat haben klimatische, ökologische, morphologische und Sozialökonomische Veränderungen dazu gebracht, das der Ursprung des Traboccos einer Veränderung erlitt. Ausgehend von der Analyse des historischen Ursprungs dieser Struktur müssen wir sofort festlegen, dass niemand genau den Zeitpunkt bestimmen kann, zu dem der Trabocco zum ersten mal entworfen und gebaut wurden. Man kann nur annehmen, dass der Mensch ihn erfunden hat, um das Angeln im offenen Meer zu erleichtern und ungefährlich zu machen, während das Risiko somit bei Unwettern reduziert wird. Eines der ersten und ältesten schriftlichen Dokumente, das Hinweise auf die Trabocch in unserer Region enthält, stammt aus dem Jahr 1400 n. Chr. Es ist ein religiöses Werk, das das Leben von Pietro da Morrone darstellt, einem Einsiedlermönch, der um 1240 im Kloster von San Giovanni in Venere in Fossacesia lebte und später der berühmte Papst Celestino V. wurde. Darin kann man lesen: "... mehr als des ruhigen Meeres, das unter der späten Morgensonne schimmert und von den Trabocchi unterbrochen wurde, die wie Aussichtspunkte zum Rand des Himmels ausgerichtet waren, wurde ich von der großen Badia getroffen. Es war das Schönste, was ich je gesehen hatte. Aus diesem Dokument kann man hervorsehen, dass die Trabocchi bereits 1240 an der Küste der Abruzzen existierten. Dadurch kann man die Bedeutung der Antike, der historischen, künstlerischen und kulturelle Bedeutung erkennen, die die "Fischereischuppen" derzeit hatten. Die Techniken, die für den Bau der "Fischereimaschinen" verwendet wurden, sind das Ergebnis von konstruktiver Weisheit, es wurde nie was schriftliches hinterlasse ,weitergegeben nur durch Worte und Praktik. Die Trabocchi sind echte "Architekturen ohne Architekten", da ihre Konstruktion kaum in Berechnungen übersetzt und in Zeichnungen zurückgegeben werden kann, sondern auf der Grundlage dessen erfolgt, was von Fachleuten "diktiert" wird. (Entnommen aus der Diplomarbeit "WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG UND NUTZUNG VON TERRITORIALEN VOR-EXISTENZEN: EIN ANWENDUNGSFALL AN DER KÜSTE TEATINA" von Dr. Fabio Caravaggio)

42.3054266, 14.4500488